Bayerischer Wald und Nationalpark | Böhmerwald

Bayerischer Wald ist eine Beschreibung eines großen, über mehrere Regierungsbezirke hinweg erstreckenden Waldgebiets. Der Bayerische Wald, oder auch Bayrischer Wald und Böhmerwald gennant, ist ein Mittelgebirge mit mehr als 100 Berge und eine Länge von über 100 km.

Das Gebiet des Bayerischen Waldes

Der größte Teil des Bayerischen Wald liegt im Regierungsbezirk Niederbayern. Weitere große Teile liegen in der Oberpfalz oder außerhalb der deutschen Grenzen in Tschechien und in Oberösterreich. Vor allem in Tschechien wird der Bayerische Wald als Böhmerwald bezeichnet. Faktisch ist es aber ein zusammenhängendes Waldgebiet. Der Bayerische Wald ist zusammen mit  drei anderen Wäldern (dem Neuburger Wald, dem Sauwald und dem Oberpfälzer Wald) das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas. Der Bayerische Wald wird in den Vorderen Wald und in den Hinteren Wald eingeteilt. Der Vordere Bayerische Wald erstreckt sich von der Donau zur Regen und der Hintere Bayerische Wald geht vom Regen bis über die Grenzen nach Tschechien hinein. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird jedoch nicht mehr in diese zwei Regionen unterschieden.

Entstehung des Begriff „Bayerischer Wald“

Der Bayerische Wald wie wir ihn heute kennen und er im allgemeinen Sprachgebrauch benutzt wird, entstand erst im 19. Jahrhundert. Besonders nach dem Weltkrieg wurde der Begriff des Böhmerwald vermieden und der Begriff „Bayerischer Wald“ fand mehr und mehr an Verbreitung. Im Jahre 1950 kam vom Amt für Landeskunde in Landshut die offizielle Anordnung, wonach als Böhmerwald nur der außerhalb deutschen Staatsgrenzen liegende Bayerische Wald bezeichnet werden sollte. Verwundern Sie sich aber nicht, wenn der Bayerische Wald und er Böhmerwald teilweise nach wie vor als Synonym verwendet werden oder verschiedene Landkarten die Grenzen beider Wälder unterschiedlich einzeichnen. Eine eindeutige Lösung für das begriffliche Problem gibt es bis heute nicht.

Flüsse und Berge im Bayerischen Wald

Durch den Bayerischen Wald fließen einige große Flüsse wie zum Beispiel die Ilz, die Donau, der Regen oder in Tschechien Moldau. Alle vier Flüsse, allen voran die Donau, sind untrennbar mit dem Bayerischen Wald verbunden und ziehen jährliche unzählige Einheimische wie auch Touristen an. Der Große Arber und der Große Rachel sind mit knapp 1.500 m die höchsten Berge des Bayerischen Waldes.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist ein Teilgebiet des Bayerischen Wald. Es verläuft entlang der Grenze zu Tschechien. Der Nationalpark Bayerischer Wald umfasst viele Wanderwege und der Baumbestand ist teils von so starkem Wuchs, dass sich dieser Teil des Nationalparks mittlerweile zum Urwald entwickelt. Der Nationalpark Bayerischer Wald war der erste Nationalpark Deutschlands und wurde 1970 gegründet. Ursprünglich war der Nationalpark 130 km² groß. In der Zwischenzeit auf 240 km² erweitert worden. Im Rande des Nationalparks befindet sich ein großes Tierfreigehege mit Füchsen, Wölfen, Braunbären und vielen anderen Tierarten die ursprünglich im Bayerischen Wald beheimatet waren.

Der Bayerische Wald und der Tourismus

Der Tourismus hat im Bayerischen Wald eine große Bedeutung. Er ist abwechslungsreich und bietet Sommer wie Winter sehr viele Ausflugsmöglichkeiten. Auch etliche Skigebiete findet man im Bayerischen Wald wieder. Großer Magnetpunkt ist der bereits erwähnte Nationalpark Bayerischer Wald. Der Nationalpark bietet Aber der Bayerische Wald ist auch bekannt durch sein Glasbläserhandwerk. Bekannte Orte im Bayerischen Wald sind Neuschönau, Zwiesel oder Passau.

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